Wie entstehen Texte in Leichter Sprache?
Es braucht mehrere Schritte für einen Text in Leichter Sprache.
- Es gibt einen langen Text.
- Ich studiere ihn genau. Ich informiere mich zusätzlich.
- Ich schreibe einen Text in Leichter Sprache. Meistens beachte ich die Regeln. Manchmal nicht. Manchmal braucht Kultur mehr Frei·heit.
- Meine Kollegin korrigiert den Text.
- Menschen mit Beeinträchtigung prüfen den Text. Ist er verständlich?Was kann verbessert werden?
- Jetzt ist der Text richtig gut!
Gerne treffe ich Sie für ein Gespräch.
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Die passt genau auf Ihre Situation.
Regeln
Es gibt eigene Regeln, die langjährig erforscht und getestet sind. Manchmal sind sie auf den ersten Blick irritierend, zum Beispiel die Vermeidung des Genetivs, der Binde-Strich bzw. der Mediopunkt bei langen Wörtern oder der Umgang mit Zahlen.
Ich richte mich nach diesen Regeln:
PDF zum Thema Regelwerk zum Herunterladen
Ich wende sie mit Augenmass an und missachte sie manchmal. Zum Beispiel ist Eindeutigkeit in der Aussage gefordert. Kunst ist aber oft nicht eindeutig und genau darum spannend. Dann soll sie ein Text in Leichter Sprache auch nicht künstlich eindeutig machen. Die angesprochenen Menschen verstehen das meiner Erfahrung nach sehr gut. Ihr Leben ist auch oft nicht eindeutig.
Vier-Augen-Prinzip
Ein Text wird besser, wenn ihn jemand Unbeteiligtes liest und korrigiert. Alle meine Texte entstehen daher im Vier-Augenprinzip.
Gerne arbeite ich mit meiner Kollegin Sara Stocker zusammen: www.inkluseum.ch.
Prüfung durch Betroffene
Ein wichtiger Teil der Qualität ist die Prüfung der Texte durch Betroffene, und zwar im entsprechenden Kontext. Zum Beispiel werden Ausstellungstexte in der fertigen Ausstellung Probe gelesen. Es geht dabei nicht nur um die Texte, sondern auch um die Orientierung. Können die Texte selbständig gebraucht werden? Wird die Wahrnehmung der Exponate tatsächlich unterstützt oder lenkt ein Text sogar eher ab? Wird genug Hintergrund geliefert oder was ist allenfalls zu viel?
Wie so ein Prozess abläuft, hat die Berner Zeitung mal beschrieben:
Das kann hier gelesen werden
Denkbar ist auch die externe Entstehung der Texte und eine interne Prüfung mit Prüfer:innen vor Ort. Gerne begleite ich Sie bei diesem Prozess bis hin zur Selbständigkeit.
Offerte
Wie Übersetzer:innen orientiere ich mich an der Zeichenzahl des Ausgangstexts. Dabei spielt seine inhaltliche Komplexität eine Rolle. Bei wiederholten Aufträgen gebe ich gerne 10% Rabatt.
Wie sind Ihre Situation und Wünsche? Gerne erstelle ich Ihnen eine unverbindliche Offerte nach einem kostenfreien Erstgespräch.
Und noch ein Wort zu KI-Tools der Übersetzung in Leichte Sprache: Sie funktionieren in Bezug auf Grammatik und Vereinfachung bereits gut, doch die Entscheidung, welche Themen ergänzt werden müssen, um den Lebenswelten der Leser:innen besser zu entsprechen oder welche Themen rausgekürzt werden können, kann keine KI treffen. Den Spruch «So lang wie nötig und so kurz wie möglich.» kennt die KI nicht…
Sara Smidt | Museum . Beratung . Seminare . Coaching | T: +41 (0)76 367 27 59 | E: sara.smidt@museumsberatung.ch
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