Bild von Schraubverschlussdeckel mit Text "leicht zu öffnen"

Wem nützt Leichte Sprache?

Ein Text in Leichter Sprache beschreibt einen Gedanken.
Diese Idee ist wichtig.
Viele andere Gedanken werden weg·gelassen.
So verstehen viele Menschen den Text.
Zum Beispiel:

  • Menschen mit Lern·problemen
  • Menschen mit Deutsch als Fremd·sprache
  • Menschen mit Seh·problemen
  • Für einen schnellen Über·blick.

Texte in Leichter Sprache sagen:
Herzlich willkommen bei uns!
Wir wollen dich so wie du bist.
Du musst nichts vorher wissen.

Nutzer:innen
Ursprünglich entstehen die speziellen Regeln für Leichte Sprache für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Mindestens 800’000 Menschen in der Schweiz haben Mühe mit dem Lesen. In der Praxis ist das Nutzerfeld allerdings viel breiter geworden. Texte in Leichter Sprache sind kein Nischenangebot mehr.

Texte in Leichter Sprache richten sich an:
Menschen mit kognitiven Lernschwierigkeiten
Menschen mit psychischen Behinderungen
Menschen mit geringen Lesekompetenzen
Menschen mit Deutsch als Fremdsprache
Senior:innen und Sehbeeinträchtigte aufgrund der Grossschrift.

Sie nützen aber auch weiteren Personenkreisen:
Menschen, die sich schnell und leicht einen Überblick verschaffen wollen
Menschen, die im beschriebenen Fachgebiet neu sind
Menschen, die sich gerade schwer konzentrieren können
Kinder und Jugendliche sowie Familien
und sicher auch noch weiteren.

Kulturinstitutionen
Manchmal haben Kultureinrichtungen den Ruf elitär zu sein. Abgehoben. Das muss nicht sein! Leichte Sprache ist ein Instrument, das signalisiert: Kommt, ihr seid alle herzlich willkommen! Wir sind nicht nur für Spezialisten, Liebhaber, Freaks, Erfahrene da. Jede und jeder sich kann bei uns eigenständig bewegen und geniessen.
Texte in Leichter Sprache unterstützen dabei und vermitteln Kerngedanken. Im Vordergrund bleiben jedoch das Kunstwerk, die Objekte, das Theaterstück, der Tanz, … und das persönliche Erleben.

Wem nützt sie nicht?
Skeptiker sagen: Leichte Sprache mache uns noch dümmer. Es gäbe nun mal Bereiche, die seien kompliziert. Es müsse ja nicht jeder alles verstehen. Leichte Sprache verbreite unzulässige Vereinfachungen.

Ich sage: Für uns Menschen wichtige Gedanken verstehen sehr sehr viele, wenn sie zugänglich sind. Sorgen wir dafür! Für viele andere gilt: niemand muss Leichte Sprache lesen. Es geht nicht darum, diese Texte als alleinige Texte zu propagieren und andere Textarten auszuschliessen. Stellen Sie sich vor, Sie gehen in eine Ausstellung und können zwischen Saaltexten in Deutsch, Englisch, Französisch und Leichter Sprache wählen. Voilà!

Sara Smidt  |  Museum . Beratung . Seminare . Coaching  |  T: +41 (0)76 367 27 59  |  E: sara.smidt@museumsberatung.ch

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